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Willkommen im BuchPorträt des Buches „Offen hetero“ von Bill Konigsberg.

Dieses Buch ist Band 1 der Reihe „Openly Straight“. Hier findest du weitere Bände.

Klappentext

Eigentlich könnte es in Rafes Leben kaum besser laufen: Seit der achten Klasse ist er in seiner Heimatstadt Boulder, Colorado geoutet, seine Eltern stehen voll und ganz hinter ihm, und niemand stört sich daran, dass er schwul ist. Aber eine Sache nervt Rafe gewaltig: Für die meisten ist er nur der Schwule. Dabei will er nur sein wie alle anderen auch: ein ganz normaler Teenager. Also wechselt er an ein Jungeninternat in New England und ist ab sofort: offen hetero. Doch als er sich in einen seiner neuen Mitschüler verliebt, werden die Dinge komplizierter als gedacht …

Ausgaben & Preise


Taschenbuch: € 15,99 bei Bruno Gmünder
E-Book: € 9,99 bei Bruno Gmünder

Pressestimmen

»Offen hetero ist eine witzige und faszinierende Achterbahnfahrt der Gefühle – ein Buch über Sexualität, Identität, Freundschaft und Liebe.«
Alex Sanchez, Autor von Rainbow Boys  
»Offen hetero ist einer der besten schwulen Romane der letzten zehn Jahre.«
Michael Cart, Booklist Starred Review  
»Autor Konigsberg hat mit Offen hetero ein fulminantes, hintersinniges und humorvolles Romandebüt vorgelegt. […] [Er] führt die hässliche Fratze der Diskriminierung auf unterschiedlichen Ebenen vor. Bill Konigsberg zeigt in Offen hetero, dass ein Mensch nicht nur aus seiner sexuellen Orientierung besteht man diese aber auch nicht verleugnen sollte. Ein Jugendroman, der unbedingt in die Schulen gehört!«
Angelo Algieri, queer.de, 07.08.2014  

Handlung

Als Rafe sich bei seinen Eltern outet, ist das keine große Sache — im Gegenteil: Seine Mutter ist hellauf begeistert, organisiert ein geburtstagsfeierartiges Coming-out-Überraschungsessen in einem Restaurant in der Nähe, wird Präsidentin von PFLAG vor Ort und überredet ihren Sohn, bei SpeakOUT mitzumachen. Von so viel Akzeptanz und Unterstützung der Eltern könnten viele LGBT*s nur träumen. Kaum vorstellbar, dass es Rafe an irgendetwas fehlt. Keiner mobbt ihn, denn das würde sofort Kontra von allen anderen hageln, er hat eine beste Freundin und er wird im Geschichtsunterricht zu seiner Einschätzung zu Teilen der LGBT*Geschichte gefragt.

Doch genau das stört Rafe: Immer im Mittelpunkt stehen, von seinem Vater buchstäblich auf Schritt und Tritt mit seiner Handykamera gefilmt wie ein Prominenter und alle sehen in ihm "den Schwulen", aber keiner einfach nur den Menschen, der er ist. Beim Duschen nach dem Sport ist es komisch, die Leute nehmen übersteigerte Rücksicht, wenn sie etwas sagen könnten, das diskriminierend aufgefasst werden könnte und sie gehen davon aus, dass Rafe Clichés erfüllt. Einfach so wie die anderen zu sein, ist für Rafe trotz der Offenheit und Akzeptanz in seiner Heimat Boulder also unmöglich.

Also beschließt Rafe, weg aus dem toleranten und manchmal schon übertrieben weltoffenen Boulder und auf ein konservatives Jungeninternat in Natick zu gehen. Dort will er seine sexuelle Orientierung verschweigen, um noch einmal neu anfangen zu können mit Menschen, die nur ihn sehen und keine Clichés und Vorurteile.

Der Anfang klappt gut: Er freundet sich mit den Sportlern an und kann sein Talent beweisen. Von den Freaks, von denen er auch mit einem sein Zimmer teilt, versucht er sich zunächst etwas abzugrenzen und so wie die anderen Sportler zu verhalten. Das erste Mal in seinem Leben fühlt er sich irgendwo zugehörig und als er selbst wahrgenommen. Er fühlt sich unglaublich wohl und genießt sein neues Leben.

Im Englischunterricht haben die Schüler für das Schuljahr die Aufgabe, ein Tagebuch über sich selbst zu führen. Rafes Englischlehrer, der auch die GSA leitet, weiß von Rafes Mutter, dass er schwul ist, und möchte, dass Rafe über "sein Experiment" schreibt. Rafe willigt ein, schlägt aber den Wunsch seiner Mutter aus, an der GSA teilzunehmen.

Aber natürlich kann nicht alles so einfach sein: Seine Eltern wissen nichts davon und seine beste Freundin ebenso wenig. Wie werden sie darauf reagieren, dass er einen Teil von sich selbst verleugnet? Werden sie es verstehen? Werden sie ihn weiterhin darin unterstützen? Was wäre, wenn seine Mitschüler es herausfänden? Kann man einen Teil seiner Selbst über ein ganzes Schuljahr verbergen? Und eigentlich sucht Rafe ja einen festen Freund — dafür bot sich das Schuljahr aber auch wirklich nicht an.

Hintergründe

Aufbau

Der Roman setzt sich aus einer Binnenhandlung und Rückblicken bzw. Überlegungen von Rafe zusammen, da seine Tagebuchtexte immer wieder die Binnenhandlung unterbrechen und diese Arten von Kapiteln sich im Verlauf der Geschichte abwechseln. So erfährt man von Ereignissen in Boulder, die vor denen in Natick liegen. Rafe zieht hierbei Vergleiche, aber man sieht ebenso den Kontrast zwischen den beiden Orten.

LGBT*-Charaktere

  • Rafe
  • Kennst-du-Caleb: Geouteter Schwuler auf Rafes ehemaliger Schule in Boulder, mit dem er sich nicht gut versteht
  • Tony: Guter Freund von Albi (Rafes Mitbewohner), geoutet und ziemlich verrückt
  • Clay: Ehemaliger Nachhilfeschüler von Rafe, ungeoutet

Fortsetzungen

Nach offen hetero veröffentlichte Konigsberg die Fortsetzungen honestly Ben und openly honestly.

Mehr zum Buch

"offen hetero" im LGBT*Wiki

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